INSTALLATION „DELOREAN“ AM BOZNER PLATZ INNSBRUCK

Die Stadt gehört uns allen. Zunehmend mehr öffentliche Orte in der Innenstadt zu bespielen, ist deshalb eine der schönsten Entwicklungen in der Innsbrucker Kulturlandschaft. Neben der Innpromenade (Sonnendeck), der Wiese vor der Hofburg (Heart of Noise Festival), wurde mit dem Bozner Platz endlich wieder ein neuer „alter“ Platz belebt und in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Studierende des Instituts ./studio3 – Institut für experimentelle Architektur hatten vor wenigen Monaten eine Lesebühne für die diesjährige Ausgabe der Aktion „Innsbruck liest“ gebaut. Glücklicherweise blieb diese Plattform allerdings auch während der folgenden Sommermonate stehen und wurde vereinzelt auch für andere spontane Veranstaltungen verwendet. Am vergangenen Montag traf man sich dort zum entspannten Verweilen und auf dem „Delorean“ selbst fand ein Konzert von PLASTICMETALL (Wien) und fluktuation8 (ibk) statt. Schon schön, wenn so etwas in Innsbruck plötzlich nicht mehr sofort abgebrochen, sondern ermöglicht wird.

Der Bozner Platz ist bekanntlich schon länger ein Ort, der eher stiefmütterlich behandelt bzw. oft gar nicht wirklich als „Platz“ wahrgenommen wird. Seit der Platz zur polizeilichen Schutzzone erklärt und somit ein Alkoholverbot verhängt wurde (primär um dort verweilende Obdachlose aus der Innenstadt zu verdrängen), scheint der Platz noch ausgestorbener zu sein, als er es zuvor schon war.
Eine Kunstinstallation des Künstlerduos joechlTRAGSEILERs („Metro“) im Februar 2017 war allerdings ein willkommener Grund, den Platz endlich wieder einmal auch als interessanten Begegnungsort begreifen zu können. Der Delorean schaffte es nun auch, dem Platz einen Aspekt hinzuzufügen, der als Trigger zur Partizipation wirkte.
Eine schöne Sache, vielen Dank dafür!

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