Podiumsdiskusison Crossroadsfestival; Gedanken

Fotos (c) Crossroads Festival

Kunst als revolutionäres Mittel? Kunst als Waffe?

Letzte Woche begann im Grazer Forum Stadtpark das CROSSROADS – Festival für Dokumentarfilm und Diskurs, welches noch bis zum kommenden Sonntag andauert. Netterweise wurde ich dazu eingeladen, Teil einer Podiumsdiskussion zum Thema Kunst und Aktivismus bzw Kunst und politischer Widerstand zu sein. Ursprünglich war geplant, an eben jenem Abend gemeinsam mit meinem Freund HOOLSHOPPER „nur“ ein Konzert im Forum Stadtpark zu spielen, das auch Schauplatz der Veranstaltungsreihe „Dunkelkammer“ ist. Zufälligerweise passten Aspekte meines künstlerischen Stümpertums allerdings auch zum Thema der Podiumsdiskussion und somit lag es nahe, gleich beides an einem Abend miteinander zu verbinden.

Das Gespräch war inhaltlich gut, interessant und auch kompetent moderiert; das Publikum stellte Fragen (vorwiegend zu meiner recht medienwirksamen Aktion „HC-Strache.at“); und schlussendlich gingen wir im Geiste geeint und in unserem Tun bestärkt unserer Wege. Doch irgendwie haben diese Momente doch auch immer einen trügerischen und verwirrenden Beigeschmack. Es stellen sich dann immer die Fragen: Was „muss“ Kunst? „Muss“ Kunst überhaupt etwas? Muss Kunst politisch sein? Muss Kunst gesellschaftliche Missstände aufzeigen? Oder „kann“ sie das alles und noch viel mehr und jede*r muss dann irgendwo selbst entscheiden, was mit dem eigenen künstlerischen Schaffen ausdrücken werden soll. Für mich ist es wahrscheinlich diese Variante.

Natürlich ehrt es mich, wenn ich zu einem solchen Gespräch eingeladen werde, da für mich alle meine künstlerischen Ausdrucksformen (Text, Musik, Performance, etc) so gut wie immer mit gesellschaftspolitischen Themen zu tun haben; dem Begriff der Heimat; dem Konzept des Verortet-seins; der Thematik von Hass auf Unbekanntes und Unerwünschtes; dem Konzept von „künstlerischem Tun“ an sich, etc. Trotzdem kommt mir vor, müssten diese Gespräche an ganz anderen Orten und mit ganz anderen Menschen geführt werden. Oder vielleicht ist es auch in Ordnung so. Keine Ahnung was ich genau damit sagen möchte; wahrscheinlich rede ich einfach weniger

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